Brustoperationen vom Plastischen Chirurgen

Brustvergrößerung (Augmentation)

Der Wunsch nach einer schön geformten Brust ist ein weithin sehr viel diskutiertes Thema. Die plastische Chirurgie bietet Möglichkeiten diesem Wunsch der Frauen nachzukommen, wobei aber trotzdem gewisse Grenzen eingehalten werden sollten.

Bei der Brustvergrößerung werden Silikonimplantate entweder unter die Brustdrüse oder unter die Brustdrüse und den Brustmuskel eingebracht, sodass dadurch eine deutliche Betonung der Brust entsteht. Der Hautschnitt erfolgt meist in der Unterbrustfalte, gelegentlich auch im Bereich der Brustwarze. Die Nahtentfernung erfolgt meistens nach 10 – 14 Tagen. Das Problem bei dieser Operation liegt in der unterschiedlichen Reaktion auf das Silikonimplantat. Es kann zu einer Kapselbildung (sogenannten Kapselfibrose) rund um das Brustimplantat kommen, die es in ca. 15 – 20 % der Fälle erforderlich macht nochmals oder gar mehrmals zu operieren. Vor allem zu große Implantatswünsche führen eher zu lästigen Folgeoperationen. Der Eingriff erfolgt in Allgemeinnarkose, üblicherweise ist man eine Nacht stationär im Krankenhaus. Die Kosten dieses Eingriffes müssen privat übernommen werden.

Weitere Informationen über Brustvergrößerungen

 

 

Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik)

Bei der Brustverkleinerung wird Brustdrüsengewebe operativ entfernt und die Brust wird durch spezielle Nahttechniken neu geformt. Da es durch zu große Brüste auf Dauer zu Wirbelsäulenproblemen bzw. zu Haltungsschäden kommen kann, wird ab einem Resektionsgewicht von 500 Gramm pro Seite diese Operation derzeit von der Kasse übernommen.

Nach der Operation ist man ca. 4 – 6 Tage stationär und ist für ca. 4 – 6 Wochen nicht voll arbeitsfähig. Das Narbenbild erstreckt sich rund um die Brustwarze, eine gerade senkrechte Narbe von der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte und eine Narbe im Unterbrustfaltenbereich. Die Nahtentfernung erfolgt in Etappen zwischen 14 bis 21 Tage nach der Operation. Ein spezieller Stütz-BH sollte die ersten Wochen nach der Operation getragen werden und ist an der Abteilung erhältlich. Die eigentliche Form nach dieser Operation hat die Brust erst nach ca. 6 – 9 Monaten.
 

 

 

Bruststraffung (Mastopexie)

Bei der Bruststraffung wird der gedehnte Hautmantel im Brustbereich durch spezielle Schnitt und Nahttechniken neu geformt ohne dass Brustdrüsengewebe entfernt wird. Das Narbenbild läuft rund um die Brustwarze, eine gerade senkrechte Narbe von der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte und eventuell eine Narbe im Unterbrustfaltenbereich.

Manchmal ist es notwendig zusätzlich ein Silikonimplantat einzubringen, wenn zu wenig Eigengewebe vorhanden ist. Die Nahtentfernung erfolgt meistens nach 14 Tagen. Dieser Eingriff wird von der Kasse nicht übernommen.

 

 

Gynäkomastie

Die Gynäkomastie ist eine Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, die als störend empfunden wird. Vor einer Operation sollte eine urologische Abklärung erfolgen und eine Ultraschalluntersuchung bzgl.  der Gewebequalität der vergrößerten Brust.

Wenn tatsächlich eine Vergrößerung der Drüse vorliegt, so wird über einen Schnitt im Brustwarzenbereich das Brustdrüsengewebe entfernt, eventuell wird auch die Haut im Brustbereich noch zusätzlich gestrafft. Die Nähte werden meistens nach 14 Tagen entfernt. Der Eingriff wird von der Kasse gezahlt.

Wenn die Vergrößerung allerdings nur durch Fettgewebe bedingt ist, so kann man mittels einer Fettabsaugung über kleine Einstiche dieses Problem korrigieren, allerdings wird dieser Eingriff dann nicht von der Kasse übernommen.